Abschied vom „schönsten Kindergarten der Welt“

„Weißt Du, ich habe den schönsten Kindergarten auf der ganzen Welt!“, sagte meine Tochter häufig zu mir. Und recht hat sie! Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als wir den Kindergarten bei der Besichtigung zum ersten Mal betreten hatten. „Hier ist man aufgehoben“. Das war mein erster Gedanke. Und das Gefühl hatten wir all die Jahre, in denen unser Kind und wir als Familie dort sein durften.

Umso schwerer fällt der Abschied nun nach drei wundervollen und glücklichen Kindergartenjahren. Drei glückliche Jahre waren es, in denen unsere Tochter lachen, spielen, toben, werken, basteln, fühlen, riechen und hören durfte. Drei Jahre lang wurde sie liebevoll begleitet auf ihrem Weg. So viele Matschkuchen wurden gebacken und für unzählige Käfer wurde ein Zuhause gebaut.

Wenn unsere Tochter heute durch ihren bunten Alltag hüpft und wieder einmal den wundervollsten Stein überhaupt findet, dann bin ich dem Kindergarten und ihren Erziehrinnen unendlich dankbar. Dankbar für so viel Wärme und Geduld, für liebevolle Fürsorge, fürs Trösten und fürs konsequent sein. Was für eine große Aufgabe, das habe ich so oft gedacht.

Unser Kindergarten war für uns mehr als eine Möglichkeit, unsere Tochter für ein paar Stunden gut aufgehoben zu wissen. Es war ein richtiger Lebensort. Auch als Familie waren wir Teil einer Gemeinschaft und das ist das größte Geschenk überhaupt. Wir haben zusammen gehämmert und gebohrt, geschrubbt und gefeilt, gepflanzt und gerupft. Freundschaften sind entstanden und wir haben zusammen gelacht und uns gewundert. „Deine auch?“ Ja, meine auch. Das verbindet und schweißt zusammen.

Und natürlich haben wir zusammen die wundervollsten Feste gefeiert. Nie vergessen werden wir das wunderschöne Adventsgärtlein oder das Sommerfest und die Edelsteine im Sandkasten. Und die Kürbissuppe hat niemals besser geschmeckt als am Erntedankfest im Garten. Ein wenig traurig sind wir schon, dass die Kindergartenzeit nun zu Ende ist. Aber wir gehen überreich beschenkt und bestärkt in den neuen Lebensabschnitt. Und es gibt so viel, das bleiben wird.